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Aktuelle Ausstellung

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20.01.
Vernissage

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... bringt eine Arbeit jeden Künstlers der Galerie in rascher Abfolge ins Schaufenster

 

#5   Gwen Hardie

9. – 13. Feb. 2021

 

#4   Jörg Gessner

4. – 8. Feb. 2021

 

#3   Thibaut Duchenne

30. Jan. – 3. Feb. 2021

 

#2   Claudia Doderer

25. – 29. Januar 2021

 

#1   Juliana Borinski

20. – 24. Januar 2021

... bringt eine Arbeit jeden Künstlers der Galerie in rascher Abfolge ins Schaufenster

 

#14   Mary Ellen Bartley

7. – 11. April 2021

MEB gallery one by one

MEB exhib text one by one

MEB short exhib Text one by one

Mary Ellen Bartleys Fotografien sind bekannt dafür, die taktilen und formalen Qualitäten des gedruckten Buches und sein Potenzial für die Abstraktion zu erkunden. In dem poetischen Minimalismus ihrer Bilder bleiben die Buchinhalte oft verborgen oder werden nur zum Teil offenbart, was die Spannung zwischen narrativem und rein formalem Gehalt unterstreicht. Bartley realisierte Projekte in den Privatbibliotheken der Künstler Robert Wilson, Jackson Pollock und Lee Krasner sowie von Giorgio Morandi.

"Ich exploriere ein einzelnes Thema und schaue, wo es mich hinführt – eine Serie führt ziemlich natürlich zu einer anderen. So habe ich mich mit Büchern über Bücher, Kopien von Kopien und Bildern von Bildern beschäftigt. (Mary Ellen Bartley, Auszug aus einem Interview in DEEDS. , 2020)

(7. – 11. April)

 

Mary Ellen Bartleys Fotografien sind bekannt dafür, die taktilen und formalen Qualitäten des gedruckten Buches und sein Potenzial für die Abstraktion zu erkunden. In dem poetischen Minimalismus ihrer Bilder bleiben die Buchinhalte oft verborgen oder werden nur zum Teil offenbart, was die Spannung zwischen narrativem und rein formalem Gehalt unterstreicht. Bartley realisierte Projekte in den Privatbibliotheken der Künstler Robert Wilson, Jackson Pollock und Lee Krasner sowie von Giorgio Morandi.

"Ich exploriere ein einzelnes Thema und schaue, wo es mich hinführt – eine Serie führt ziemlich natürlich zu einer anderen. So habe ich mich mit Büchern über Bücher, Kopien von Kopien und Bildern von Bildern beschäftigt. (Mary Ellen Bartley, Auszug aus einem Interview in DEEDS. , 2020)

 

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MUB exhibition text one by one

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(31. März – 4. April 2021)

 

"Wie bei vielen Künstlern treibt mich der Prozess an, und darin ist die Zeit ein wichtiger Faktor. Meine Collagen sind langsame Gemälde, und gerade diese Langsamkeit fasziniert mich; wenn ich endlos in dem fortschreitenden Kunstwerk verweile, vertieft in jede Farbe, jedes kleinste Detail, und doch den magischen Moment anstrebe, in dem ich mich vom Schaffenden zum Schauenden verwandle – dann kann ich als Künstlerin zurücktreten, und das Gemälde übernimmt." (Maibritt Ulvedal Bjelke, 2020)

 

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TU exhibition text one by one

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(26. – 30. März 2021)

 

Die ursprüngliche Idee der Transparency-Serie entstand aus einer intuitiven inneren Vision. Wenn ich mit geschlossenen Augen in die Dunkelheit dieser Erfahrung eintauchte, sah ich ein sehr massiges Farbfeld. Dieses abstrakte Bild wollte ich visualisieren – und dann verstecken. Farben unter dem Weiß, Spuren, Schichten. Ein Versuch, die Schichten der Vergangenheit in der Gegenwart aufzuheben.“ (Tünde Újszászi, 2021)

Die Illusion des Ewigen und der immerwährende Wandel unserer Umgebung sind Themen, die Újszászi in ihren Arbeiten erkundet. Sie widmet sich diesen Themen in Installationen von großformatigen Geweben und Serien von Gemälden.
Újszászis Inspiration sind in erster Linie das Material selbst und die Möglichkeiten, die ihm innewohnen. Es ist der Formgebungsprozess und die Art, wie die Objekte den Raum einnehmen, welche sie faszinieren.
Mit speziellen Webtechniken und kleinen Faltungen der Leinwand bringen ihre Installationen den Wunsch zum Ausdruck, die Zeit aufzuheben, sie anzuhalten, als einen Weg, die Ängste vor dem Unbekannten und dem Vergehen zu überwinden.

 

(26. – 30. März 2021)

 

Die ursprüngliche Idee der Transparency-Serie entstand aus einer intuitiven inneren Vision. Wenn ich mit geschlossenen Augen in die Dunkelheit dieser Erfahrung eintauchte, sah ich ein sehr massiges Farbfeld. Dieses abstrakte Bild wollte ich visualisieren – und dann verstecken. Farben unter dem Weiß, Spuren, Schichten. Ein Versuch, die Schichten der Vergangenheit in der Gegenwart aufzuheben.“ (Tünde Újszászi, 2021)

Die Illusion des Ewigen und der immerwährende Wandel unserer Umgebung sind Themen, die Újszászi in ihren Arbeiten erkundet. Sie widmet sich diesen Themen in Installationen von großformatigen Geweben und Serien von Gemälden.
Újszászis Inspiration sind in erster Linie das Material selbst und die Möglichkeiten, die ihm innewohnen. Es ist der Formgebungsprozess und die Art, wie die Objekte den Raum einnehmen, welche sie faszinieren.
Mit speziellen Webtechniken und kleinen Faltungen der Leinwand bringen ihre Installationen den Wunsch zum Ausdruck, die Zeit aufzuheben, sie anzuhalten, als einen Weg, die Ängste vor dem Unbekannten und dem Vergehen zu überwinden.

 

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SS gallery one by one

ss short exhibition text for one by one

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„Ich schaue oft durch meine alten Skizzenbücher, um Ideen wieder aufzugreifen, die übersehen worden sind – entweder weil sie damals nicht richtig gepasst haben, oder weil ich noch nicht genau wusste, wie ich sie umsetzen sollte. Dieses Stück ist so eines, ein immer wiederkehrendes Bild, es ist um 2012 entstanden und hat sich dann sporadisch über die Jahre behauptet. 2020 traf eine solche Wiederkehr mit ein paar Experimenten mit über Sperrholz gespannte Leinwand zusammen. Mir gefiel der Gedanke, dass die strenge Geometrie in Verbindung mit Leinwand weicher an den Rändern wurde. Es ist mir wichtig, dass meine Werke nicht nur eine starke graphische Präsenz haben, sondern auch die Fähigkeit, den Betrachter in sich hineinzuziehen und eine Geschichte zu erzählen, die in die Tiefe geht. Zwei ‚Environments‘ sind entstanden, ein größeres mit zwei unterschiedlichen Weißtönen und eine etwas kleinere, neugestaltete Version in Ultramarinblau.“ (Shawn Stipling, 2021)

Auf den ersten Blick erscheinen die Gemälde von Shawn Stipling wie maschinell gefertigt; die Präzision der Linien und die industriell anmutenden Oberflächen täuschen über ihre intensive Handfertigung hinweg. Doch sieht man jenseits dieses anfänglichen Eindrucks genauer hin, beginnt man zu erkennen, dass alles nicht so ist wie man zuerst dachte. Die Maße sind ,daneben’ – beliebig eher als mathematisch, manche Elemente leicht verzerrt, Linien treffen die Kanten nicht da wo wir es doch erwarten. Wir werden aufgefordert, näher hinzusehen, langsamer zu machen, einen Schritt nach vorn zu gehen, und indem wir dies tun, beginnt die wahre Identität dieser Werke in unserem Blick hervorzukommen.

(21. – 25. März 2021)

 

„Ich schaue oft durch meine alten Skizzenbücher, um Ideen wieder aufzugreifen, die übersehen worden sind – entweder weil sie damals nicht richtig gepasst haben, oder weil ich noch nicht genau wusste, wie ich sie umsetzen sollte. Dieses Stück ist so eines, ein immer wiederkehrendes Bild, es ist um 2012 entstanden und hat sich dann sporadisch über die Jahre behauptet. 2020 traf eine solche Wiederkehr mit ein paar Experimenten mit über Sperrholz gespannte Leinwand zusammen. Mir gefiel der Gedanke, dass die strenge Geometrie in Verbindung mit Leinwand weicher an den Rändern wurde. Es ist mir wichtig, dass meine Werke nicht nur eine starke graphische Präsenz haben, sondern auch die Fähigkeit, den Betrachter in sich hineinzuziehen und eine Geschichte zu erzählen, die in die Tiefe geht. Zwei ‚Environments‘ sind entstanden, ein größeres mit zwei unterschiedlichen Weißtönen und eine etwas kleinere, neugestaltete Version in Ultramarinblau.“ (Shawn Stipling, 2021)

 

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RS exhibition text one by one

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Salter scheint gleichsam die Stille selbst gemalt zu haben: Ihr Werk ist ebenso lebendig wie bewegend, und doch still, so dass das Auge vertieft, dabei ohne vorgegebene Richtung durch die Gestalten vor uns wandert. Es gibt nichts zu sagen, nichts sogar zu erfahren in irgend eindrucksvollen Worten, doch der Blick erschöpft sich nicht. Es ist, in seiner ganzen Bildlosigkeit, ein rohes Bild von der Seligkeit der Stille."
(Meditations on Silence von Sister Wendy Beckett)

"Meiner Arbeit unterliegt ein organisierendes Prinzip, aber dieses wird erschüttert von der Glückhaftigkeit des Prozesses des Machens/Zeichnens/Malens. Bestimmend ist die Spur der menschlichen Hand, ihre Präsenz lädt die Oberfläche auf, um subtil die ihr zu Grunde liegende Ruhe zu stören und dabei doch Raum zum Verweilen und Erkunden zu lassen. Das Werk braucht Zeit und gibt zum Lohn Gelegenheit zu innerer Reflexion."
(Rebecca Salter)

(15. – 19. März 2021)

 

Salter scheint gleichsam die Stille selbst gemalt zu haben: Ihr Werk ist ebenso lebendig wie bewegend, und doch still, so dass das Auge vertieft, dabei ohne vorgegebene Richtung durch die Gestalten vor uns wandert. Es gibt nichts zu sagen, nichts sogar zu erfahren in irgend eindrucksvollen Worten, doch der Blick erschöpft sich nicht. Es ist, in seiner ganzen Bildlosigkeit, ein rohes Bild von der Seligkeit der Stille."
(Meditations on Silence von Sister Wendy Beckett)

Meiner Arbeit unterliegt ein organisierendes Prinzip, aber dieses wird erschüttert von der Glückhaftigkeit des Prozesses des Machens/Zeichnens/Malens. Bestimmend ist die Spur der menschlichen Hand, ihre Präsenz lädt die Oberfläche auf, um subtil die ihr zu Grunde liegende Ruhe zu stören und dabei doch Raum zum Verweilen und Erkunden zu lassen. Das Werk braucht Zeit und gibt zum Lohn Gelegenheit zu innerer Reflexion."
(Rebecca Salter)

 

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NMO ehib text one by one

NMO short exhibition text one by one 2021

(10. – 14. März 2021)

 

Norma Márquez Orozco evokes the unpredictable patterns of nature as well as the impermanence of beliefs and memories. Three-dimensional montages of paper are positioned inside translucent paper boxes or cases that resemble envelopes, providing a playful context, almost like puzzles. Mostly non-representational, her works are open-ended images that explore concepts of time, perception, form and balance mainly through the physical movement of the work itself. The patterns in the artwork are not fixed, allowing movement to create unpredictable compositions.

Márquez Orozco points out that when you look at her works, you see them for the first time, every time, because what creates and completes them always changes, like the light and the forms that merge and interact.

 

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(10. – 14. März 2021)

 

Norma Márquez Orozco arbeitet mit Transluzenz in teils kontrollierten, teils zufälligen experimentellen Arrangements. Licht, Zeit und Wahrnehmung gehören zu ihren wichtigsten Themen. Indem Elemente zu ungezielter Bewegung angeregt werden, nimmt ihre Arbeit Bezug auf die unvorhersehbaren Muster der Natur, ebenso auf das Vorübergehende von Überzeugungen und Erinnerungen. Dreidimensionale Papiermontagen in transluzenten Papierboxen oder Umschlägen ähnelnden Hüllen ergeben offene Bilder. Aus vielfältigen Beziehungen zwischen Farben, Mustern, positiven und negativen Räumen, geometrischen und organischen Gestalten gehen Harmonien und Spannungen hervor.

Erfahrungen des Lebens und die Beobachtung der Natur sind die Hauptquellen von Márquez Orozcos Ideen. Sie sieht in der Natur eine Einheit, welche aus miteinander sich verbindenden und zusammenwirkenden Elementen in unendlichem Verwandeln und Wachsen hervorgeht. Wenn man ihre Arbeiten ansehe, sehe man sie ein jedesmal zum erstenmal, sagt Márquez Orozco, denn was diese hervorbringe und vollende wandele sich beständig, wie das Licht und die Formen, die sich vereinen und zusammenspielen.

 

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BL gallery one by one

BL short text one by one

BL short exhibition text one by one 2021

‚Die Leinwände von Birgitte Lund sind Treffpunkte von Dingen. Mit Acrylmalerei, mit Papier, mit Flüssigkautschuk und anderen Flüssigkeiten gestaltete Bereiche – organische Strukturen, die sich einprägen. Sie begegnen einander auf der Leinwand und suchen sich in einer Komposition zu vereinen; eine abstrakte Collage. Die Arbeiten sind oft um Bereiche angelegt, welche die Leinwand in horizontale Streifen teilen, etwa in der Serie “Psychedelic Landscapes”. Es gibt unter ihnen unmittelbar schöne Farbkompositionen in der Tradition von Mark Rothko. Aber rigorose Schönheit muss herausgefordert werden von Dingen, die sich nicht einfügen, und so geschieht es auch – sogar um verstörende, hässliche und gemeine Dinge mag es sich handeln. So verhält es sich bei der visuellen Dissonanz. Doch wird den Dissonanzen nicht gestattet, einfach da zu sein und verstörend zu wirken. Sie werden dazu gebracht, miteinander und mit dem Hintergrund in Austausch zu treten, indem neue Schichten und Brücken hinzukommen, so dass das Gleichgewicht wiederhergestellt wird, die Dissonanz aber fortbesteht. Derart schroff sind die Dissonanzen in der Regel nicht. Sie fungieren als Spannungsfelder im Bild, die seiner Schönheit Dauer verleihen.’ (Torben Sangild)

“Meine Arbeit kreist um die Entdeckung von Bildlandschaften – entdecken gleich einem Archäologen, aber in entgegengesetzter Richtung. Die Landschaften werden durch zahlreiche strukturierte Schichten aufgebaut. Spuren werden hinterlassen auf absorbierenden wie auf abweisenden Oberflächen. Linien, Markierungen, sedimentierte Figuren von meinen graphischen Skizzen, Zeichnungen und früheren Arbeiten bilden Landmarken auf der Oberfläche.” (Birgitte Lund)

(5. – 9. März 2021)

 

‚Die Leinwände von Birgitte Lund sind Treffpunkte von Dingen. Mit Acrylmalerei, mit Papier, mit Flüssigkautschuk und anderen Flüssigkeiten gestaltete Bereiche – organische Strukturen, die sich einprägen. Sie begegnen einander auf der Leinwand und suchen sich in einer Komposition zu vereinen; eine abstrakte Collage. Die Arbeiten sind oft um Bereiche angelegt, welche die Leinwand in horizontale Streifen teilen, etwa in der Serie “Psychedelic Landscapes”. Es gibt unter ihnen unmittelbar schöne Farbkompositionen in der Tradition von Mark Rothko. Aber rigorose Schönheit muss herausgefordert werden von Dingen, die sich nicht einfügen, und so geschieht es auch – sogar um verstörende, hässliche und gemeine Dinge mag es sich handeln. So verhält es sich bei der visuellen Dissonanz. Doch wird den Dissonanzen nicht gestattet, einfach da zu sein und verstörend zu wirken. Sie werden dazu gebracht, miteinander und mit dem Hintergrund in Austausch zu treten, indem neue Schichten und Brücken hinzukommen, so dass das Gleichgewicht wiederhergestellt wird, die Dissonanz aber fortbesteht. Derart schroff sind die Dissonanzen in der Regel nicht. Sie fungieren als Spannungsfelder im Bild, die seiner Schönheit Dauer verleihen.’ (Torben Sangild)

“Meine Arbeit kreist um die Entdeckung von Bildlandschaften – entdecken gleich einem Archäologen, aber in entgegengesetzter Richtung. Die Landschaften werden durch zahlreiche strukturierte Schichten aufgebaut. Spuren werden hinterlassen auf absorbierenden wie auf abweisenden Oberflächen. Linien, Markierungen, sedimentierte Figuren von meinen graphischen Skizzen, Zeichnungen und früheren Arbeiten bilden Landmarken auf der Oberfläche.” (Birgitte Lund)

 

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(Foto: Stuart McIntyre)

ML exhib text one by one

ML short exhibition text one by one 2021

Marc Lambrechts Arbeiten vorwiegend auf Holz, Gips und Papier öffnen mit basalen Strukturen, Materialien und Techniken den Blick in verborgene Welten. Auf den vielfältig bearbeiteten Oberflächen der Bilder erscheinen in mikrokosmischen Korrespondenzen die Makrokosmen der Natur, des Lebens und des universalen Raums. Mit spielerischer Leichtigkeit fängt Lambrechts die Metaphysik unserer Welt ein.

Es sind die bescheidensten Materialien, mit denen der Künstler kosmische Visionen in Bilder bannt: Maishülsen und Bananenblätter, Bambus und Zement, Latex und Leder. Die entstehenden Oberflächen sind niemals eben, in ihren Verwerfungen hallen die in ihren Schichten gespeicherten Energien nach. So sorgfältig wie präzise gesetzte Ritzungen öffnen die Oberflächen. Mit spielerischer Spannung erscheinen die durchbrochenen Wirklichkeiten unserer Welten. In den Arbeiten auf Papier verwandelt sich die fragile, ausgedünnte Oberfläche in einen flatternden Schleier.

(Andreas Müller, Berlin)

(28. Feb. – 4. Mär. 2021)

 

Marc Lambrechts Arbeiten vorwiegend auf Holz, Gips und Papier öffnen mit basalen Strukturen, Materialien und Techniken den Blick in verborgene Welten. Auf den vielfältig bearbeiteten Oberflächen der Bilder erscheinen in mikrokosmischen Korrespondenzen die Makrokosmen der Natur, des Lebens und des universalen Raums. Mit spielerischer Leichtigkeit fängt Lambrechts die Metaphysik unserer Welt ein.

Es sind die bescheidensten Materialien, mit denen der Künstler kosmische Visionen in Bilder bannt: Maishülsen und Bananenblätter, Bambus und Zement, Latex und Leder. Die entstehenden Oberflächen sind niemals eben, in ihren Verwerfungen hallen die in ihren Schichten gespeicherten Energien nach. So sorgfältig wie präzise gesetzte Ritzungen öffnen die Oberflächen. Mit spielerischer Spannung erscheinen die durchbrochenen Wirklichkeiten unserer Welten. In den Arbeiten auf Papier verwandelt sich die fragile, ausgedünnte Oberfläche in einen flatternden Schleier.

(Andreas Müller, Berlin)

 

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TH short exhib text one by one

TH short exhibition text one by one 2021

Tiina Heiska beschreibt in ihren Gemälden die conditio humana, unsere Beziehungen zu uns selbst und der Existenz. Heiskas Frauenfiguren nehmen Anleihen bei fotografischen und filmischen Situationen, sie sind geheimnisvoll und manchmal beunruhigend. Mit sicherer Hand baut Heiska eine dramatische Spannung auf. Breite Pinselstriche bezeugen den Schöpfungsmoment des Gemäldes. Die Farben sind minimalistisch und monochromatisch, dennoch zugleich kraftvoll, sie geben Szenen Licht, welche sonst häufig von Dunkelheit erfüllt sind.
Mit Ähnlichkeiten zu Alice im Wunderland evozieren Heiskas Figuren, oder die bloßen Spuren ihrer Bewegungen, sehr weibliche Zustände. Das kleine Mädchen und die erwachsene Frau, Unschuld und Sinnlichkeit, Kinderspiele und Träume, Ängste der Erwachsenen, Begehren und Fantasien wechseln einander ab und vermischen sich auf überraschende Weise.

(21. – 25. Feb. 2021)

 

Tiina Heiska beschreibt in ihren Gemälden die conditio humana, unsere Beziehungen zu uns selbst und der Existenz. Heiskas Frauenfiguren nehmen Anleihen bei fotografischen und filmischen Situationen, sie sind geheimnisvoll und manchmal beunruhigend. Mit sicherer Hand baut Heiska eine dramatische Spannung auf. Breite Pinselstriche bezeugen den Schöpfungsmoment des Gemäldes. Die Farben sind minimalistisch und monochromatisch, dennoch zugleich kraftvoll, sie geben Szenen Licht, welche sonst häufig von Dunkelheit erfüllt sind.
Mit Ähnlichkeiten zu Alice im Wunderland evozieren Heiskas Figuren, oder die bloßen Spuren ihrer Bewegungen, sehr weibliche Zustände. Das kleine Mädchen und die erwachsene Frau, Unschuld und Sinnlichkeit, Kinderspiele und Träume, Ängste der Erwachsenen, Begehren und Fantasien wechseln einander ab und vermischen sich auf überraschende Weise.

 

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GH exhibition text one by one

GH exhibition text one by one

Hardie ist immer vom menschlichen Körper fasziniert gewesen, weniger als körperlicher Einheit, einem als Ganzes Aufzufassenden, sondern eher wegen eines bestimmten Aspekts: der Haut, der Oberfläche des Körpers ...
In jüngeren Arbeiten richtete sie das Augenmerk auf die visuelle Erscheinung von Haut, ihrer Farbe, ihrer Transluzenz, ihren tonalen Veränderungen, ihrem Hervor- oder Zurücktreten in unserem Blickfeld je nach Wechselwirkung mit anderen Farben und / oder Gradierungen von Licht und Schatten ... Die Leinwand wurde zum Äquivalent der Haut. Auf ihr führte Hardie, in engumschriebenen formalen Sequenzen von Gemälden, Übungen in Farbe, Ton, Licht und Schatten aus, mit der Leinwand als einer Art Palette, auf der sie ihre Farben mischte ...

Hardies Werk hat einen meditativen Aspekt, der unterfüttert ist von einem machtvollen humanistischen Bewusstsein des weiten Spektrums der Hautfarben, die sie bei ihren Freunden und auf den Straßen und in der U-Bahn von New York City antrifft, wo sie jetzt lebt. Mit anderen Worten, diese Gemälde sind nicht einfach formale Exerzitien des Einfangens komplexer Wechselbewegungen in unserer Farbwahrnehmung, sondern sie sind eine Meditation über den unglaublichen Reichtum, die unglaubliche Vielfalt des Menschlichen und, darin eingeschlossen, die nicht festgelegte Veränderlichkeit der Ethnien ...

(Auszug aus einem Text von Keith Hartley, stellv. Leiter Modern and Contemporary Art, National Galleries of Scotland)

(9. – 13. Feb. 2021)

 

Hardie ist immer vom menschlichen Körper fasziniert gewesen, weniger als körperlicher Einheit, einem als Ganzes Aufzufassenden, sondern eher wegen eines bestimmten Aspekts: der Haut, der Oberfläche des Körpers ...
In jüngeren Arbeiten richtete sie das Augenmerk auf die visuelle Erscheinung von Haut, ihrer Farbe, ihrer Transluzenz, ihren tonalen Veränderungen, ihrem Hervor- oder Zurücktreten in unserem Blickfeld je nach Wechselwirkung mit anderen Farben und / oder Gradierungen von Licht und Schatten ... Die Leinwand wurde zum Äquivalent der Haut. Auf ihr führte Hardie, in engumschriebenen formalen Sequenzen von Gemälden, Übungen in Farbe, Ton, Licht und Schatten aus, mit der Leinwand als einer Art Palette, auf der sie ihre Farben mischte ...

Hardies Werk hat einen meditativen Aspekt, der unterfüttert ist von einem machtvollen humanistischen Bewusstsein des weiten Spektrums der Hautfarben, die sie bei ihren Freunden und auf den Straßen und in der U-Bahn von New York City antrifft, wo sie jetzt lebt. Mit anderen Worten, diese Gemälde sind nicht einfach formale Exerzitien des Einfangens komplexer Wechselbewegungen in unserer Farbwahrnehmung, sondern sie sind eine Meditation über den unglaublichen Reichtum, die unglaubliche Vielfalt des Menschlichen und, darin eingeschlossen, die nicht festgelegte Veränderlichkeit der Ethnien ...

(Auszug aus einem Text von Keith Hartley, stellv. Leiter Modern and Contemporary Art, National Galleries of Scotland)

 

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JG exhibition text one by one

JG exhibition text one by one

Die faszinierende Präsenz handgeschöpfter Japanischer Papiere von höchster Perfektion, mit ihren feinsten Fasern, Fäden und seidigen Gespinsten, entfaltet sich in Jörg Gessners Arbeiten. Zahllose Papierschichten werden miteinander kombiniert, stets ohne Leim, einfach gespannt, so dass sie ein Ganzes werden. Licht als das Hauptsujet seiner Arbeit wird eingefangen, um es auf der ganzen Skala der möglichen Nuancen spielen zu lassen, wie man bei einem Musikinstrument sagen würde. Geboren 1967 in Deutschland, studierte Jörg Gessner Modedesign am Studio Berçot in Paris. In sein eigentliches Arbeitsfeld der Verbindung von Form, Material und Licht trat er ein, als er sich 1992 in Mailand auf Textildesign spezialisierte. Über zehn Jahre verbrachte er lange Zeiten in Japan mit dem Studium des Papiers und seiner Anwendungen bei einer der bedeutendsten Dynastien von Papiermachern. Gessner zählt zu den angesehensten Experten für Japanisches Papier. Heute lebt und arbeitet er in Lyon.

 

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(4. – 8. Feb. 2021)

 

Die faszinierende Präsenz handgeschöpfter Japanischer Papiere von höchster Perfektion, mit ihren feinsten Fasern, Fäden und seidigen Gespinsten, entfaltet sich in Jörg Gessners Arbeiten. Zahllose Papierschichten werden miteinander kombiniert, stets ohne Leim, einfach gespannt, so dass sie ein Ganzes werden. Licht als das Hauptsujet seiner Arbeit wird eingefangen, um es auf der ganzen Skala der möglichen Nuancen spielen zu lassen, wie man bei einem Musikinstrument sagen würde. Geboren 1967 in Deutschland, studierte Jörg Gessner Modedesign am Studio Berçot in Paris. In sein eigentliches Arbeitsfeld der Verbindung von Form, Material und Licht trat er ein, als er sich 1992 in Mailand auf Textildesign spezialisierte. Über zehn Jahre verbrachte er lange Zeiten in Japan mit dem Studium des Papiers und seiner Anwendungen bei einer der bedeutendsten Dynastien von Papiermachern. Gessner zählt zu den angesehensten Experten für Japanisches Papier. Heute lebt und arbeitet er in Lyon.

 

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TD text one by one

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Thibaut Duchennes Blick ist präzise, kompromisslos und empfindsam. Seine Arbeit erweist der Natur und dem ländlichen Leben Reverenz. Die Objekte und Landschaften in seinen Fotografien, überzogen von Rost und Staub, berühren uns, obgleich sie in beinahe dokumentarischer Manier verewigt wurden. Die ohne künstliche Eingriffe, Retuschen und Verschönerungen fotografierten Orte bewegen uns und prägen sich in unserer Erinnerung ein.

Thibaut Duchenne wurde in der französischen Picardie geboren. Nach seinem Landwirtschaftsstudium übernahm er den landwirtschaftlichen Betrieb der Familie. Im Alter von 35 Jahren, als sein Vater ihm einen Fotoapparat schenkt, beginnt er parallel zu seiner landwirtschaftlichen Arbeit seinen Hof und Umgebung zu photographieren. Im Laufe der Jahre führt ihn seine photographische Arbeit immer weiter über den Hof hinaus – jederzeit auf der Suche nach den vom Menschen verlassenen Orten. 

 

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(30. Jan. – 3. Feb. 2021)

 

Thibaut Duchennes Blick ist präzise, kompromisslos und empfindsam. Seine Arbeit erweist der Natur und dem ländlichen Leben Reverenz. Die Objekte und Landschaften in seinen Fotografien, überzogen von Rost und Staub, berühren uns, obgleich sie in beinahe dokumentarischer Manier verewigt wurden. Die ohne künstliche Eingriffe, Retuschen und Verschönerungen fotografierten Orte bewegen uns und prägen sich in unserer Erinnerung ein.

Thibaut Duchenne wurde in der französischen Picardie geboren. Nach seinem Landwirtschaftsstudium übernahm er den landwirtschaftlichen Betrieb der Familie. Im Alter von 35 Jahren, als sein Vater ihm einen Fotoapparat schenkt, beginnt er parallel zu seiner landwirtschaftlichen Arbeit seinen Hof und Umgebung zu photographieren. Im Laufe der Jahre führt ihn seine photographische Arbeit immer weiter über den Hof hinaus – jederzeit auf der Suche nach den vom Menschen verlassenen Orten. 

 

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CD Exhib text one by one

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Wie gelingt es Claudia Doderer, der Architektin von Räumen für zeitgenössische Musik und Ballett, die große Opern einrichtete und auch selbst inszenierte, das frühe Erlebnis von Freiheit in kleine Formate zu bannen? Etwas Bewegendes liegt in dieser Abkehr von der Macht des geliebten Bühnenraums. Das Grundmaterial bleibt zwar die Modellpappe von einst, leicht eingefärbt, in den verschiedensten Weißtönen geschichtet. Es ist das Wenige, das Claudia Doderer nun interessiert, das Pure, die Konturen, der Schatten, das verhalten Sperrige, die schweigenden Widerstände. Welche Unverfügbarkeit strahlt das Weiß aus! Aber da gibt es auch die gedämpfte Wärme eines Birkenfourniers, oder ein plötzliches Rot, wie eine Stichflamme, eine Warnung. Immer wieder geschieht Unerwartetes. Etwas ist verschoben, ungewohnt gefaltet, grundlos geknickt, fällt aus einer Anordnung heraus. Eine noch unbekannte Energie, etwas freudig Beunruhigendes kündet sich in diesen Objekten an.

(Auszug aus einem Text von Gertrud Leutenegger, 2020)

 

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(25. – 29. Januar 2021)

 

Wie gelingt es Claudia Doderer, der Architektin von Räumen für zeitgenössische Musik und Ballett, die große Opern einrichtete und auch selbst inszenierte, das frühe Erlebnis von Freiheit in kleine Formate zu bannen? Etwas Bewegendes liegt in dieser Abkehr von der Macht des geliebten Bühnenraums. Das Grundmaterial bleibt zwar die Modellpappe von einst, leicht eingefärbt, in den verschiedensten Weißtönen geschichtet. Es ist das Wenige, das Claudia Doderer nun interessiert, das Pure, die Konturen, der Schatten, das verhalten Sperrige, die schweigenden Widerstände. Welche Unverfügbarkeit strahlt das Weiß aus! Aber da gibt es auch die gedämpfte Wärme eines Birkenfourniers, oder ein plötzliches Rot, wie eine Stichflamme, eine Warnung. Immer wieder geschieht Unerwartetes. Etwas ist verschoben, ungewohnt gefaltet, grundlos geknickt, fällt aus einer Anordnung heraus. Eine noch unbekannte Energie, etwas freudig Beunruhigendes kündet sich in diesen Objekten an.

(Auszug aus einem Text von Gertrud Leutenegger, 2020)

 

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JB Exhib text for one by one

JB Exhib text for one by one

When she works on photography or cinema, Juliana Borinski never uses a camera or video camera. She creates images that are generally abstract, using photosensitive paper or film directly, in order to explore their inherent aesthetic and technical abilities. What should only be a receptacle for images, its medium, thus becomes the very material of her work.

For the series Between Humiliation and Happiness, the artist reworks a sheet of photosensitive paper that has been previously overexposed, then subjects it to various rubbings and folds before exposing it again on a new sheet. Photographic skeleton-like forms against a black background result from this: a typology of image-less photographs.

Juliana Borinski looks for errors, lacks and chance. She positions herself deliberately at the margins of the systems she uses, visual media, taking care to avoid images in the usual sense and new technologies, favouring the “almost nothing”. This unconventional approach is also apparent in the fact that each work is unique, in an era where copying an element can be achieved with a single click, and when the tools of her trade are photography and film.

(Excerpts from a text by Aurélien Pelletier, translated from the French by Anna Knight)

 

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(20. – 24. Januar 2021)

 

When she works on photography or cinema, Juliana Borinski never uses a camera or video camera. She creates images that are generally abstract, using photosensitive paper or film directly, in order to explore their inherent aesthetic and technical abilities. What should only be a receptacle for images, its medium, thus becomes the very material of her work.

For the series Between Humiliation and Happiness, the artist reworks a sheet of photosensitive paper that has been previously overexposed, then subjects it to various rubbings and folds before exposing it again on a new sheet. Photographic skeleton-like forms against a black background result from this: a typology of image-less photographs.

Juliana Borinski looks for errors, lacks and chance. She positions herself deliberately at the margins of the systems she uses, visual media, taking care to avoid images in the usual sense and new technologies, favouring the “almost nothing”. This unconventional approach is also apparent in the fact that each work is unique, in an era where copying an element can be achieved with a single click, and when the tools of her trade are photography and film.

(Excerpts from a text by Aurélien Pelletier, translated from the French by Anna Knight)

 

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