Skip to main content

CD Exhib text for one by one

Wie gelingt es Claudia Doderer, der Architektin von Räumen für zeitgenössische Musik und Ballett, die große Opern einrichtete und auch selbst inszenierte, das frühe Erlebnis von Freiheit in kleine Formate zu bannen? Etwas Bewegendes liegt in dieser Abkehr von der Macht des geliebten Bühnenraums. Das Grundmaterial bleibt zwar die Modellpappe von einst, leicht eingefärbt, in den verschiedensten Weißtönen geschichtet. Es ist das Wenige, das Claudia Doderer nun interessiert, das Pure, die Konturen, der Schatten, das verhalten Sperrige, die schweigenden Widerstände. Welche Unverfügbarkeit strahlt das Weiß aus! Aber da gibt es auch die gedämpfte Wärme eines Birkenfourniers, oder ein plötzliches Rot, wie eine Stichflamme, eine Warnung. Immer wieder geschieht Unerwartetes. Etwas ist verschoben, ungewohnt gefaltet, grundlos geknickt, fällt aus einer Anordnung heraus. Eine noch unbekannte Energie, etwas freudig Beunruhigendes kündet sich in diesen Objekten an.

(Auszug aus einem Text von Gertrud Leutenegger, 2020)

 

weitere Informationen zur Künstlerin

(25. – 29. Januar 2021)

 

Wie gelingt es Claudia Doderer, der Architektin von Räumen für zeitgenössische Musik und Ballett, die große Opern einrichtete und auch selbst inszenierte, das frühe Erlebnis von Freiheit in kleine Formate zu bannen? Etwas Bewegendes liegt in dieser Abkehr von der Macht des geliebten Bühnenraums. Das Grundmaterial bleibt zwar die Modellpappe von einst, leicht eingefärbt, in den verschiedensten Weißtönen geschichtet. Es ist das Wenige, das Claudia Doderer nun interessiert, das Pure, die Konturen, der Schatten, das verhalten Sperrige, die schweigenden Widerstände. Welche Unverfügbarkeit strahlt das Weiß aus! Aber da gibt es auch die gedämpfte Wärme eines Birkenfourniers, oder ein plötzliches Rot, wie eine Stichflamme, eine Warnung. Immer wieder geschieht Unerwartetes. Etwas ist verschoben, ungewohnt gefaltet, grundlos geknickt, fällt aus einer Anordnung heraus. Eine noch unbekannte Energie, etwas freudig Beunruhigendes kündet sich in diesen Objekten an.

(Auszug aus einem Text von Gertrud Leutenegger, 2020)

 

weitere Informationen zur Künstlerin